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Herz- und Kreislauf Zentrum Rotenburg

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Diabetes als kardiovaskulärer Risikofaktor

Von: Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 10.06.2011
Kategorie: Aktuelles

Verbessert die antidiabetische Therapie die kardiovaskuläre Prognose?
Mit dieser Frage beschäftigte sich das 3. Kardio-diabetologische Gespräch im Auditorium des HKZ, das sich an Ärzte und medizinisches Fachpersonal richtete.

Im Foto die beiden Referenten Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Pfützner (links), Leiter des Instituts für klinische Forschung und Entwicklung (ikfe) in Mainz und Dr. med. Klaus Edel, Chefarzt der Klinik für Rehabilitation und Prävention am HKZ
Im Herz- und Kreislaufzentrum wird eine stark wachsende Zahl von Diabetikern betreut. Ungefähr 35 bis 40 % der Patienten haben neben einer Herzerkran-kung einen Diabetes. Es verwundert also nicht, dass bereits im Jahre 2001 auf dem amerikanischen Diabetologen-Kongress festgestellt wurde: Diabetes mellitus ist eine Erkrankung des Herzens!

Den Vortrag von Dr. Klaus Edel finden Sie unten als pdf-Datei. 

Prof. Dr. Dr. Andreas Pfützner stellte fest, dass das Herzinfarkt-Risiko schon vor dem Auftreten eines Diabetes bestehen könnte. In Deutschland ist das Risiko für Diabetiker - im Vergleich zu Nichtdiabetikern - viermal höher einen Herzinfarkt zu bekommen - bei Diabetikerinnen steigt die Gefahr sogar auf das Sechsfache an! Hierzu wird es in Bälde schnelle labormedizinische Tests geben, die dann auch im Herz- und Kreislaufzentrum zur Verfügung stehen werden.

Bis dahin gelten folgende Regeln für Diabetiker:

Blutdruckeinstellung: unter 140/90 mmHg
Einnahme von Aspirin 100mg ab dem Alter von 40 erwägen und mit dem Hausarzt besprechen
Blutzuckersenkung:
Nüchternblutzucker 80-120 mg%, Blutzucker-Langzeitgedächtnis (HbA1c) ≤ 6,5%
Blutfettsenkung:
LDL-Cholesterin (böses Cholesterin) unter 100 mg/dl, wenn möglich sogar unter 70 mg/dl, Triglyzeride (Neutralfette) unter 150 mg/dl

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