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Herz- und Kreislauf Zentrum Rotenburg

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Fotoausstellung wird eine Woche verlängert

Von: Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 06.12.2004
Kategorie: Aktuelles

„Perspektiven eines Kranken“ – unter diesem Titel sind derzeit rund 75 Fotografien im Café Rosengarten ausgestellt.
Die Hanauer Fotografin Monika Gebhard-Cosler gibt mit ihren überwiegend in schwarz-weiß gehaltenen Fotos einen Einblick in den Krankenhausalltag. Auf Initiative von Klinikseelsorger Diakon Johannes Wiegard und seinen beiden evangelischen Kolleginnen Pfarrerin Gerlinde Rothhardt und Pfarrerin Dr. Constanze Thierfelder kam die Ausstellung nach Rotenburg und wurde am 23. November mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet.

Die Ausstellung kann noch bis einschließlich Sonntag, den 12. Dezember von 8.00 bis 22.00 Uhr im Café Rosengarten (Dr. Durstewitz-Haus) betrachtet werden.

Bilder wirken auf uns, ob wir es bemerken oder nicht. Die meisten Informationen (80%) werden durch Bilder vermittelt. Bei Nachrichten z.B. im Fernsehen ist die Botschaft der Bilder wesentlich eindrücklicher als die des gesprochenen Wortes.
Auch ein Mensch, der von Krankheit und von Bildern von Kranken umgeben ist, kann sich der Wirkung dieser Bilder schlecht entziehen – zumal wenn er selbst auch krank ist.
Viktor Frankl, Überlebender der Konzentrationslager und Begründer der Logotherapie, geht davon aus, dass die Wirkung der Bilder gesteuert werden kann, indem ihnen ein positiver Sinn, eine positive Bedeutung verliehen wird. Dies gilt auch für die Bilder von Krankheit.
Auch hier können sowohl die Kranken selbst als auch Besucher, Angehörige, Schwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte den Bildern einen eigenen Sinn geben.

Die Fotografin Monika Gebhard-Cosler hat dies in exemplarischer Weise getan. Als Besucherin wurde sie mit Bildern von Krankheit konfrontiert, die sie belasteten – zumal diese sich mit Bildern eigener Krankheit und den Erinnerungen an das Krebsleiden der Eltern verknüpften.
Das Ziel der Ausstellung Bilder verankern sich im Gedächtnis.
Sie wirken über die Gegenwart hinaus. Negativ besetzte Erinnerungsbilder können nicht nur die Seele, sondern auch den Körper krank werden lassen.

Diese Ausstellung will zeigen, wie wir Bildern von Krankheit, Bildern, denen wir nicht ausweichen können, eine positive Bedeutung geben können. Deswegen hat jede der ausgestellten Fotografien einen Titel, der nicht nur beschreibt, sondern vielmehr eine Deutung, eine positive Deutung anbietet. Die Ausstellung will anregen, sich der Wirkung von äußeren und inneren Bildern bewusst zu werden und sich – schon in gesunden Tagen – mit ihren Einflüssen auseinander zu setzen.
Mit der Ausstellung sollen wir als Kranke und Gesunde ermutigt werden, den Bildern, die auf uns wirken, eigene Titel zu geben, die dem Gesehenen einen positiven Sinn verleihen.

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