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Herz- und Kreislauf Zentrum Rotenburg

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Neuer Chefarzt in der Herz- und Gefäßchirurgie

Von: Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 20.01.2012
Kategorie: Aktuelles

Gruppenbild am Kugelbrunnen. Hier wurde schon schon manche Begrüßung vollzogen. So auch am Donnerstagvormittag, als sich der neue Chirurgie-Chefarzt PD Dr. med. Ardawan J. Rastan (Mitte) im Pressegespräch vorstellte. Bei der Begrüßung mit dabei: Prof. Dr. med. Christian Vallbracht, Direktor der Kardiologie (rechts) und HKZ-Geschäftsführer Guido Wernert (links).
Mit Beginn des Jahres 2012 vollzog sich an der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg an der Fulda ein Wechsel der Chefarztposition. Privatdozent Dr. Hartmut Oster schied aus Altersgründen aus. In den 22 Jahren als Chefarzt konnte er hier in Rotenburg eine moderne herzchirurgische Klinik mit überregionalem Ruf aufbauen. Ihm folgt Privatdozent Dr. Ardawan Julian Rastan nach, der von 1994 bis 2001 an der Universität Göttingen und ab dem Jahr 2001 am Herzzentrum der Universität Leipzig in leitender Oberarztfunktion tätig war. Dr. Rastan gilt als international angesehener Herzspezialist auf dem Gebiet der Bypass- und Klappenchirurgie. Er ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter im Schulalter.

Zu dem harmonischen Übergang zwischen den Chefärzten äußert sich Dr. Rastan wie folgt: „In einer Reihe von für mich sehr wertvollen persönlichen Gesprächen konnte ich mich mit Herrn Dr. Oster austauschen und bin ihm dankbar für seine Unterstützung während der Übergabephase und einer Vielzahl von guten Tipps. Das ist nicht selbstverständlich.“

Gerade auf dem Gebiet der minimalinvasiven Eingriffe bei Erkrankungen der Herzklappen hat sich in den letzten Jahren ein enormer Wandel vollzogen, an dem das Herzzentrum Leipzig international eine führende Rolle spielte. So konnte Dr. Rastan während seiner dortigen Tätigkeit eine Vielzahl verschiedener minimal-invasiver Klappeneingriffe erlernen und diese Methoden technisch verfeinern und weiterentwickeln. Dr. Oster kommentiert dies wie folgt: „Es ist mir eine große Freude, dass ich Ihnen mit Herrn Privatdozent Dr. med. Rastan einen renommierten Spezialisten aus diesem Team als meinen Nachfolger vorstellen darf, der auch noch dazu menschlich sehr gut zum HKZ passt.“

Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam haben in Rotenburg vor einem Jahr den minimalinvasiven Ersatz der Aortenklappe (mit dem Katheter über die Leistenarterie oder über einen kleinen Schnitt an der Herzspitze) eingeführt und bisher in einem der modernsten Hybrid-Operationsräume Europas über 60 Patienten behandelt, deren Risiko für eine konventionelle Herzoperation als sehr hoch angesehen werden musste.
Herr PD Dr. Rastan verfügt neben großen Erfahrungen auf dem Gebiet der arteriellen Bypasschirurgie über eine sehr hohe Expertise in diesen modernen Techniken, wovon sich die Besucher des Rotenburger Herzklappensymposiums im Juni des vergangenen Jahres überzeugen konnten. Herr PD Dr. Rastan erklärt hierzu: „Moderne Herzchirurgie ist heute ohne einen Hybrid-Operationssaal im Prinzip nur noch schwer denkbar. Moderne minimal-invasive Operationsverfahren erfordern zur Kompensation der offenen Sicht auf das Herz den Einsatz indirekter, d. h. Bild gebender Verfahren. Neben der Echokardiographie gehören Durchleuchtungsverfahren hierbei fundamental dazu. Beide Bild gebenden Verfahren sind in einem Hybrid-Operationssaal vorhanden und werden meistens simultan eingesetzt. Dies erfordert natürlich ein enges Zusammenspiel der therapierenden Ärzte. Operationen, die heute routinemäßig in einem Hybrid-OP vorgenommen werden, sind neue Verfahren zur katheter-basierten Aortenklappenimplantation, Mitralklappeneingriffe und komplexe Schrittmachereingriffe sowie auch eine Vielzahl verschiedener gefäßchirurgischer Eingriffe.

Wie Sie wissen, hat das HKZ einen national herausragenden Ruf bezüglich der Verwendung der beiden Brustwandarterien für die koronare Bypassoperation erworben. Diese Gefäße besitzen gegenüber allen anderen körpereigenen Gefäßen eine unerreicht gute Haltbarkeit und machen so erneute Kathetermaßnahmen und Reoperationen nur noch selten erforderlich. Herr PD Dr. Rastan führt hierzu aus: „Dies bedeutete für Patienten ein Maximum an Lebensqualität und Unabhängigkeit. Die Verwendung beider Brustwandarterien für die Bypassversorgung liegt mir daher seit Beginn meiner herzchirurgischen Tätigkeit besonders am Herzen. Mir ist es so sehr wichtig, diesen in Rotenburg in den vergangenen gut zwei Jahrzehnten etablierten internen Qualitätsstandard weiterzuführen.“

Natürlich plant PD Dr. Ardawan J. Rastan auch Neues am HKZ. Neben der Weiterentwicklung der minimal-invasiven Klappenchirurgie am HKZ sieht er eine Ausweitung des chirurgischen Spektrums auch bei der chirurgischen Behandlung des Vorhofflimmerns und anderer Herzrhythmusstörungen. „Und vergessen wir die Gefäßchirurgie nicht. Auch hier sehe ich durch moderne Therapieansätze weitere interessante Entwicklungsmöglichkeiten.“

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