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Trempa - 37 Jahre alt und immer noch schöne Aussichten
Von: Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 07.06.2011
Kategorie: Aktuelles
Da liegt er, der schwere Felsbrocken. Und er hätte doch eigentlich nach ganz hinten links auf den Hohen Meißner gebracht werden sollen. Dieser Weg allerdings, so die Sage, war dann doch zu weit für den überheblichen Teufel. Schließlich trug er den dicken Felsen schon vom Brocken durch die Lüfte hierher, um den Harzer-Hexen seine teuflischen Kräfte zu beweisen. Just an jenem Platze aber, oberhalb des Dörfchens Lindewerra, ruhte er sich aus, schlief ein und machte sich, von den Hexen ertappt, als bespotteter Verlierer aus dem Staub. Seinen Hufabdruck erkennt man noch heute, wenn man hinab auf den großen Werrabogen blickt ...
Klar, dass HKZ-Freizeitpädagoge Thomas Scheibner (2.v.l.) diese Story zum Besten gab, als man auf dem Felsen der Teufelskanzel den Ausblick genoss. Die frühsommerliche Landschaft des Werratales zu Füßen, verstand man, warum dieser Ort seinerzeit schon Theodor Storm zu einer Wanderung animierte. Der Dichterfürst war im Mai 1857 mit Familie und Freunden von Lindewerra aus in den Wald empor gestiegen, um der Gegend in seiner Novelle "Eine Malerarbeit" (1867) ein literarisches Denkmal zu setzen: "Wer dessen noch fähig war, der mußte hier von Lebens- und Liebeslust bestürmt werden."
Lebenslust und Wiedersehensfreude prägte einmal mehr auch das Treffen der ehemaligen Patienten des Herz- und Kreislaufzentrums ("Trempa"), die sich nun bereits zum 37. Mal am Himmelfahrtswochende in Rotenburg trafen. Rund 130 Mitglieder des Patientenclubs besuchten das Fachzentrum auf dem Hausberg, um wieder ein abwechslungsreiches Programm mitzuerleben. Thomas Scheibner und Ergotherapeut Peter Kreiling wurden bei der Organisation des Treffens wie immer von ihren ehemaligen Kolleginnen Helma Göb und Rosi Scheibner sowie vom früheren Leiter des Freizeitzentrums, Lothar Kolb, unterstützt. Bei allem, was diese Fünf dann auf die Beine stellten, lautete die oberste Devise: der Spaß und das gesellige, unbeschwerte Miteinander stehen stets im Vordergrund. Kein Wunder, wenn dann aus den täglich geöffneten Werkräumen oft die Klänge des Akkordeons - Eddi König sei Dank - und das Klimpern der Kaffeetassen zu hören war. Dort ließ man sich gerne nieder. Oder man bastelte an den verschiedensten Werkstücken im Töpfern, Marmorieren, Seidenmalen usw. ...
Zum Dokumentarfilmabend konnte der Fuldaer Filmemacher Gerhard Schäfer begrüßt werden. Seinen preisgekrönten Naturfilm "Auf leisen Sohlen" gab´s in gestochen scharfen Bildern auf der Großbildleinwand im Café Rosengarten. Aus nächster Nähe konnte man Ameisen beim Melken einer Blattlaus zuschauen.
Um ein anderes Blatt, und zwar ein möglich gutes, ging es am nächsten Abend bei der "3. Deutschen HKZ-Trempa-Mau-Mau-Meisterschaft". Als neuer Titelträger reihte sich Peter Kreiling in die Siegerliste. Willkommenstreff, Grillabend, Almwanderung an Himmelfahrt sowie Spiele- und Bingo-Abende sorgten für weitere Kurzweil in der Trempa-Woche. Niemand musste abends allein auf seinem Zimmer bleiben. Die alteingesessene Trempa-Familie - die meisten kennen sich seit vielen, vielen Jahren -, nahm auch diesmal wieder neun neue Mitglieder in ihren Reihen auf. Größtenteils untergebracht in Klinikzimmern des HKZ, ist das Treffen sicherlich auch eine finanziell erschwingliche Art des Urlaubs.
Für den großen "Bunten Abend" am Samstag probte auch extra wieder der "Trempaner-Chor". Es ist schon Tradition, dass Lothar Kolb alljährlich einen Trempasong textet. Sketche und Zauberei vom Freizeitteam, Musik, Tanz und Auftritte anderer Künstler machen diesen Abend sowieso zum Klassiker.
Heuer trat die indonesische Folkloregruppe Anklung auf. Zuvor lauschte man am Donnerstagabend bereits Klavier- und Balalaikaklängen, die in dieser virtuosen Form in einen "seltenen Klangkosmos" (Zitat Südkurier) entführten. Die Musiker Prof. Andrei Gorbatschow aus Moskau und Lothar Freund aus Aschaffenburg bekamen dafür reichlich Applaus.
Auf der freitäglichen Ausflugsfahrt haben die Trempaner in all den Jahren bereits die nähere und fernere Umgebung ausgiebig bereist. Doch auch ein Wiederholungsbesuch hat durchaus seinen Charme. 20 Jahre ist es her, dass die Gruppe schon mal die Burg Hanstein besichtigte. Manche der Mitreisenden dachten an damals, als die Grenzöffnung noch frisch und das thüringische Grenzland noch recht ursprünglich waren. Die Erbsensuppe hatte man damals aus dem HKZ herangeschafft. Allerdings wurden die Getränke vergessen. Ingrid Brückmann erinnert sich: "Wir klingelten einfach in einem Haus und fragten nach Getränken. Die gastfreundlichen Bewohner holten ihren ganzen Vorrat an Apfelsaft usw. aus dem Keller, wir bezahlten großzügig dafür und hatten zusammen viel Spaß." Das Haus von damals ist heute ein Hotel, und wer weiß, vielleicht sind ja am Ende sogar die Trempaner daran schuld ...
Die Burg Hanstein, auf einer Erhebung im süd-westlichen Eichsfeld-Zipfel oberhalb des Werratales gelegen, kann man als echtes Schmuckstück bezeichnen. Die in ihrer jetzigen Form hauptsächlich aus dem 17. Jahrhundert stammende Burg, ist unbedingt einen Besuch wert. Ihre malerische Lage, die Kombination aus Ruine und aktuell genutzten Räumen und nicht zuletzt der Turm mit seinem Ausblick Richtung Meißner, Werratal, Göttingen, Harz und Eichsfeld geben dem Ort einen ganz eigenen Reiz. Der schattige Burggraben eignete sich zudem bestens für ein paar Spielchen, die das Trempavolk erheiterten. Nahe des Witzenhäuser Landes, bekannt für seine Kirschplantagen, ist Kirschkernweitspucken sicherlich eine naheliegende Sportart, auch wenn man mangels echter Kirschkerne auf kleine Erbsen zurückgriff. Dass es dabei mitunter zu bizarren Gesichtsausdrücken kommt, kann man sich vorstellen. Porträts diverser Spucktechniken werden den Trempakreis noch lange erheitern ...
Auf einem drei Kilometer langen Wanderweg ging es dann über den Höhenzug zu jener eingangs erwähnten Teufelskanzel. Das dortige Berggasthaus ist zur Einkehr unbedingt zu empfehlen. Dickes Balkenwerk und eine rustikal Einrichtung kennzeichnen das Gasthaus. Schnell kommt einem das Adjektiv "urig" in den Sinn. An jenem Tag mit bestem Sommerwetter lockten allerdings die Biergartenplätze die Gruppe ins Freie. Unterm Buchenblätterdach ließ sich vortrefflich schlürfen, den Kaffee, und schwadronieren, schwafeln, schwatzen ... Bis zur Heimfahrt war genug Zeit. Zu Beginn der Reise am Vormittag stand das nahe Grenzmuseum Schifflersgrund bei Bad Sooden-Allendorf, allerdings auf thüringischer Seite angesiedelt, auf dem Programm, ein idealer Ort, um in die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung einzutauchen. Neben echtem Grenzzaun und einem Wachturm an ihren original Standorten gab es viele Geräte und Fahrzeuge der Grenztruppen zu besichtigen. Eine großangelegte Dokumentation mit Fotos, Filmen, Zeitungsausschnitten und Devotionalien versetzte die Betrachter in jene Zeit, die für viele Ältere doch noch gar nicht so lange, aber nun auch schon wieder über 20 Jahre her ist. Ein Besuch lohnt sich!
Nicht alle Trempaner möchten oder können am Tagesausflug teilnehmen. Für die Daheimgebliebenen wird dann eigens ein Programm, das mehr als einen Ersatz darstellt, aufgezogen. Helma Göb entführte diese Gruppe auch diesmal wieder zu einer "kleinen Ausfahrt ins Blaue". Das Blaue lag heuer am Storchensee zwischen Rotenburg und Lispenhausen. Zunächst begann alles mit einem Kaffeetrinken noch ganz harmlos. Als Überraschungsaktion fesselte dann eine prickelnde Travestie-Show den Kreis der reifen Herrschaften.
Im Klinikzentrum sorgten in jenen Tagen zusätzlich auch Kurs-Angebote wie Gedächtnistraining, PC-Schulung oder Wassergymnastik im Therapiezentrum HKZ Aktiv für Abwechslung. Eine große Informationsveranstaltung mit der Geschäftsleitung und Chefärzten des Hauses beschließt traditionell am Sonntagvormittag die Trempa-Woche. Im medizinischen Fachvortrag befasste sich diesmal Pneumologe Karsten Rasche mit der Frage "Macht Schnarchen krank?" Dabei stellte er natürlich auch die Pneumologische Funktionseinheit vor, die sich ganz neu am HKZ entwickelt. Seit April verfügt man sogar über ein eigenes Schlaflabor, das bezüglich des Schnarchens wertvolle Erkenntnisse liefern kann.
Ein Höhepunkt am Schlusstag sind dann auch immer die Ehrungen für die treuen Stammgäste: einmal Trempaner - immer Trempaner. Dienstältester und Rekord-Trempaner ist nach wie vor Peter Bornhöft aus Reinbek bei Hamburg, der seit sage und schreibe 37 (!) Jahren dabei ist und noch kein Treffen versäumt hat. Herzlichen Glückwunsch!
Folgende Ehrungen durften in diesem Jahr beklatscht werden:
Rekord-Trempaner
37 x Peter Bornhöft
33 x Uschi Meyer
31 x Edgar Roeder
30 x Lotti Wuthnow
29 x Paul Oelrich
29 x Waltraud Kleine
28 x Günther Czypionka
28 x Margrit Brauns
28 x Werner Preußer
27 x Johanna Pyttlik
25. Trempa-Besuch
Gisela Schmidt
Gertraud Krug
20. Trempa-Besuch
Ingrid Brückmann
Bernhard Seifert
Ruth Tappe
Anne Wolff
15. Trempa-Besuch
Rosemarie Benkiser
Fritz Illing
Lutz Illmann
10. Trempa-Besuch
Karin Anders
Ottomar Berlipp
Karl-Heinz Daum
Karl-Heinz Fobo
Johanna Schmidt
5. Trempa-Besuch
Jürgen Oppermann
Offenbach, Gelsenkirchen, Hessisch Lichtenau, Hattersheim, Homberg, Reinbek, Alheim, Sassenberg, Peine, Wuppertal, Alheim, Braunlage, Lohra, Dietzenbach, Neuss, Bebra, Gemünden, Goslar, Schwaig b. Nürnberg, Melsungen, Hannover, Breuberg, Felsberg, Hannover, Langen, Lohfelden, Düsseldorf, Mörfelden-Walldorf, Kassel, Pulheim, Celle, Köln, Uslar, Laufen am Neckar, Salzgitter, Leverkusen, Kerkrade (NL), Büttelborn, Bochum, Oldenburg, Dortmund, Heringen, Hanhofen und Berlin ...... - um nur einige Städte und Orte zu nennen, aus denen die Trempaner den Weg nach Rotenburg fanden. Für die Klinikleitung ist es eine Ehre, aus diesem Anlass Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet begrüßen zu dürfen. Ein herzliches Dankeschön gab Guido Wernert allen Teilnehmern mit auf den Heimweg. "Glücklich schätze sich eine Klinik, die über einen solchen Fan-Club verfügt!", so der HKZ-Geschäftsführer.
Die Fan-Club-Beauftragten Thomas Scheibner und Peter Kreiling weisen darauf hin, dass natürlich alle ehemaligen Patienten dem Patientenclub beitreten können, ohne Beitrag und Verpflichtung natürlich. Man sollte nach dem Klinikaufenthalt nur seine Adresse im Freizeitzentrum hinterlassen, schon wird man in den Verteiler aufgenommen. Aktuelle Infos aus dem HKZ und natürlich das Einladungsschreiben fürs nächste Trempa kommen dann per Post nach Hause.
Als nächsten Termin dürfen sich die Trempaner und alle neuen Interessenten schon mal die Woche vom 28. Mai bis 3. Juni 2012 vormerken, dann wird im Fuldatal das nächste Wiedersehen gefeiert.
Lebenslust und Wiedersehensfreude prägte einmal mehr auch das Treffen der ehemaligen Patienten des Herz- und Kreislaufzentrums ("Trempa"), die sich nun bereits zum 37. Mal am Himmelfahrtswochende in Rotenburg trafen. Rund 130 Mitglieder des Patientenclubs besuchten das Fachzentrum auf dem Hausberg, um wieder ein abwechslungsreiches Programm mitzuerleben. Thomas Scheibner und Ergotherapeut Peter Kreiling wurden bei der Organisation des Treffens wie immer von ihren ehemaligen Kolleginnen Helma Göb und Rosi Scheibner sowie vom früheren Leiter des Freizeitzentrums, Lothar Kolb, unterstützt. Bei allem, was diese Fünf dann auf die Beine stellten, lautete die oberste Devise: der Spaß und das gesellige, unbeschwerte Miteinander stehen stets im Vordergrund. Kein Wunder, wenn dann aus den täglich geöffneten Werkräumen oft die Klänge des Akkordeons - Eddi König sei Dank - und das Klimpern der Kaffeetassen zu hören war. Dort ließ man sich gerne nieder. Oder man bastelte an den verschiedensten Werkstücken im Töpfern, Marmorieren, Seidenmalen usw. ...
Zum Dokumentarfilmabend konnte der Fuldaer Filmemacher Gerhard Schäfer begrüßt werden. Seinen preisgekrönten Naturfilm "Auf leisen Sohlen" gab´s in gestochen scharfen Bildern auf der Großbildleinwand im Café Rosengarten. Aus nächster Nähe konnte man Ameisen beim Melken einer Blattlaus zuschauen.
Um ein anderes Blatt, und zwar ein möglich gutes, ging es am nächsten Abend bei der "3. Deutschen HKZ-Trempa-Mau-Mau-Meisterschaft". Als neuer Titelträger reihte sich Peter Kreiling in die Siegerliste. Willkommenstreff, Grillabend, Almwanderung an Himmelfahrt sowie Spiele- und Bingo-Abende sorgten für weitere Kurzweil in der Trempa-Woche. Niemand musste abends allein auf seinem Zimmer bleiben. Die alteingesessene Trempa-Familie - die meisten kennen sich seit vielen, vielen Jahren -, nahm auch diesmal wieder neun neue Mitglieder in ihren Reihen auf. Größtenteils untergebracht in Klinikzimmern des HKZ, ist das Treffen sicherlich auch eine finanziell erschwingliche Art des Urlaubs.
Für den großen "Bunten Abend" am Samstag probte auch extra wieder der "Trempaner-Chor". Es ist schon Tradition, dass Lothar Kolb alljährlich einen Trempasong textet. Sketche und Zauberei vom Freizeitteam, Musik, Tanz und Auftritte anderer Künstler machen diesen Abend sowieso zum Klassiker.
Heuer trat die indonesische Folkloregruppe Anklung auf. Zuvor lauschte man am Donnerstagabend bereits Klavier- und Balalaikaklängen, die in dieser virtuosen Form in einen "seltenen Klangkosmos" (Zitat Südkurier) entführten. Die Musiker Prof. Andrei Gorbatschow aus Moskau und Lothar Freund aus Aschaffenburg bekamen dafür reichlich Applaus.
Auf der freitäglichen Ausflugsfahrt haben die Trempaner in all den Jahren bereits die nähere und fernere Umgebung ausgiebig bereist. Doch auch ein Wiederholungsbesuch hat durchaus seinen Charme. 20 Jahre ist es her, dass die Gruppe schon mal die Burg Hanstein besichtigte. Manche der Mitreisenden dachten an damals, als die Grenzöffnung noch frisch und das thüringische Grenzland noch recht ursprünglich waren. Die Erbsensuppe hatte man damals aus dem HKZ herangeschafft. Allerdings wurden die Getränke vergessen. Ingrid Brückmann erinnert sich: "Wir klingelten einfach in einem Haus und fragten nach Getränken. Die gastfreundlichen Bewohner holten ihren ganzen Vorrat an Apfelsaft usw. aus dem Keller, wir bezahlten großzügig dafür und hatten zusammen viel Spaß." Das Haus von damals ist heute ein Hotel, und wer weiß, vielleicht sind ja am Ende sogar die Trempaner daran schuld ...
Die Burg Hanstein, auf einer Erhebung im süd-westlichen Eichsfeld-Zipfel oberhalb des Werratales gelegen, kann man als echtes Schmuckstück bezeichnen. Die in ihrer jetzigen Form hauptsächlich aus dem 17. Jahrhundert stammende Burg, ist unbedingt einen Besuch wert. Ihre malerische Lage, die Kombination aus Ruine und aktuell genutzten Räumen und nicht zuletzt der Turm mit seinem Ausblick Richtung Meißner, Werratal, Göttingen, Harz und Eichsfeld geben dem Ort einen ganz eigenen Reiz. Der schattige Burggraben eignete sich zudem bestens für ein paar Spielchen, die das Trempavolk erheiterten. Nahe des Witzenhäuser Landes, bekannt für seine Kirschplantagen, ist Kirschkernweitspucken sicherlich eine naheliegende Sportart, auch wenn man mangels echter Kirschkerne auf kleine Erbsen zurückgriff. Dass es dabei mitunter zu bizarren Gesichtsausdrücken kommt, kann man sich vorstellen. Porträts diverser Spucktechniken werden den Trempakreis noch lange erheitern ...
Auf einem drei Kilometer langen Wanderweg ging es dann über den Höhenzug zu jener eingangs erwähnten Teufelskanzel. Das dortige Berggasthaus ist zur Einkehr unbedingt zu empfehlen. Dickes Balkenwerk und eine rustikal Einrichtung kennzeichnen das Gasthaus. Schnell kommt einem das Adjektiv "urig" in den Sinn. An jenem Tag mit bestem Sommerwetter lockten allerdings die Biergartenplätze die Gruppe ins Freie. Unterm Buchenblätterdach ließ sich vortrefflich schlürfen, den Kaffee, und schwadronieren, schwafeln, schwatzen ... Bis zur Heimfahrt war genug Zeit. Zu Beginn der Reise am Vormittag stand das nahe Grenzmuseum Schifflersgrund bei Bad Sooden-Allendorf, allerdings auf thüringischer Seite angesiedelt, auf dem Programm, ein idealer Ort, um in die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung einzutauchen. Neben echtem Grenzzaun und einem Wachturm an ihren original Standorten gab es viele Geräte und Fahrzeuge der Grenztruppen zu besichtigen. Eine großangelegte Dokumentation mit Fotos, Filmen, Zeitungsausschnitten und Devotionalien versetzte die Betrachter in jene Zeit, die für viele Ältere doch noch gar nicht so lange, aber nun auch schon wieder über 20 Jahre her ist. Ein Besuch lohnt sich!
Nicht alle Trempaner möchten oder können am Tagesausflug teilnehmen. Für die Daheimgebliebenen wird dann eigens ein Programm, das mehr als einen Ersatz darstellt, aufgezogen. Helma Göb entführte diese Gruppe auch diesmal wieder zu einer "kleinen Ausfahrt ins Blaue". Das Blaue lag heuer am Storchensee zwischen Rotenburg und Lispenhausen. Zunächst begann alles mit einem Kaffeetrinken noch ganz harmlos. Als Überraschungsaktion fesselte dann eine prickelnde Travestie-Show den Kreis der reifen Herrschaften.
Im Klinikzentrum sorgten in jenen Tagen zusätzlich auch Kurs-Angebote wie Gedächtnistraining, PC-Schulung oder Wassergymnastik im Therapiezentrum HKZ Aktiv für Abwechslung. Eine große Informationsveranstaltung mit der Geschäftsleitung und Chefärzten des Hauses beschließt traditionell am Sonntagvormittag die Trempa-Woche. Im medizinischen Fachvortrag befasste sich diesmal Pneumologe Karsten Rasche mit der Frage "Macht Schnarchen krank?" Dabei stellte er natürlich auch die Pneumologische Funktionseinheit vor, die sich ganz neu am HKZ entwickelt. Seit April verfügt man sogar über ein eigenes Schlaflabor, das bezüglich des Schnarchens wertvolle Erkenntnisse liefern kann.
Ein Höhepunkt am Schlusstag sind dann auch immer die Ehrungen für die treuen Stammgäste: einmal Trempaner - immer Trempaner. Dienstältester und Rekord-Trempaner ist nach wie vor Peter Bornhöft aus Reinbek bei Hamburg, der seit sage und schreibe 37 (!) Jahren dabei ist und noch kein Treffen versäumt hat. Herzlichen Glückwunsch!
Folgende Ehrungen durften in diesem Jahr beklatscht werden:
Rekord-Trempaner
37 x Peter Bornhöft
33 x Uschi Meyer
31 x Edgar Roeder
30 x Lotti Wuthnow
29 x Paul Oelrich
29 x Waltraud Kleine
28 x Günther Czypionka
28 x Margrit Brauns
28 x Werner Preußer
27 x Johanna Pyttlik
25. Trempa-Besuch
Gisela Schmidt
Gertraud Krug
20. Trempa-Besuch
Ingrid Brückmann
Bernhard Seifert
Ruth Tappe
Anne Wolff
15. Trempa-Besuch
Rosemarie Benkiser
Fritz Illing
Lutz Illmann
10. Trempa-Besuch
Karin Anders
Ottomar Berlipp
Karl-Heinz Daum
Karl-Heinz Fobo
Johanna Schmidt
5. Trempa-Besuch
Jürgen Oppermann
Offenbach, Gelsenkirchen, Hessisch Lichtenau, Hattersheim, Homberg, Reinbek, Alheim, Sassenberg, Peine, Wuppertal, Alheim, Braunlage, Lohra, Dietzenbach, Neuss, Bebra, Gemünden, Goslar, Schwaig b. Nürnberg, Melsungen, Hannover, Breuberg, Felsberg, Hannover, Langen, Lohfelden, Düsseldorf, Mörfelden-Walldorf, Kassel, Pulheim, Celle, Köln, Uslar, Laufen am Neckar, Salzgitter, Leverkusen, Kerkrade (NL), Büttelborn, Bochum, Oldenburg, Dortmund, Heringen, Hanhofen und Berlin ...... - um nur einige Städte und Orte zu nennen, aus denen die Trempaner den Weg nach Rotenburg fanden. Für die Klinikleitung ist es eine Ehre, aus diesem Anlass Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet begrüßen zu dürfen. Ein herzliches Dankeschön gab Guido Wernert allen Teilnehmern mit auf den Heimweg. "Glücklich schätze sich eine Klinik, die über einen solchen Fan-Club verfügt!", so der HKZ-Geschäftsführer.
Die Fan-Club-Beauftragten Thomas Scheibner und Peter Kreiling weisen darauf hin, dass natürlich alle ehemaligen Patienten dem Patientenclub beitreten können, ohne Beitrag und Verpflichtung natürlich. Man sollte nach dem Klinikaufenthalt nur seine Adresse im Freizeitzentrum hinterlassen, schon wird man in den Verteiler aufgenommen. Aktuelle Infos aus dem HKZ und natürlich das Einladungsschreiben fürs nächste Trempa kommen dann per Post nach Hause.
Als nächsten Termin dürfen sich die Trempaner und alle neuen Interessenten schon mal die Woche vom 28. Mai bis 3. Juni 2012 vormerken, dann wird im Fuldatal das nächste Wiedersehen gefeiert.
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