Qualitätsmanagement
Aktuelle Entwicklungen im Qualitätsmanagement der Kliniken des Herz- und Kreislaufzentrum
- Stand: März 2011-
1. Externe verpflichtende Qualitätssicherung
In den Leistungsbereichen Koronarchirurgie, Aortenklappenchirurgie, Halsschlagader-Chirurgie, Schrittmacher-Chirurgie, Defibrillator-Chirurgie, Herzkatheter und PTCA, Pneumonie und Schlaganfall-Akutbehandlung nehmen die Akutkliniken an der externen verpflichtenden und bei Versäumnissen mit finanziellen Sanktionen bewehrten Qualitätssicherung teil.
Die Daten für 2010 wurden uns zurückgemeldet, mit insgesamt sehr positiven Eindrücken zur in unseren Kliniken erbrachten Qualität. Die Bundesauswertung der Daten für 2010 wird für Mai 2011 erwartet. Die zurückgemeldeten Ergebnisse werden in den medizinischen Fachbereichen detailliert erörtert.
Die externe verpflichtende Qualitätssicherung im Bereich der kardiologischen Rehabilitation wickelt der federführende Kostenträger (DRV Bund) ab und erstattet regelmäßig Bericht.
Die externe verpflichtende Qualitätssicherung im Bereich der neurologischen und der orthopädischen Rehabilitation wird über die von der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem Projekt „QS-Reha" beauftragte Uni Freiburg abgewickelt. Im dreijährlichen Rhythmus, in der Neurologie erstmals im Winter 2005/2006, in der Orthopädie im Mai 2007 wurden umfangreiche Daten an 200 aufeinander folgenden Patienten erhoben, aufbereitet und ausgewertet.
Die neurologische Klinik beteiligt sich zusätzlich an der externen Qualitätssicherung der neurologischen Rehabilitation in Hessen.
2. Qualitätsbericht
Auf der Grundlage der erfassten Diagnosen und Prozeduren sowie der Ergebnisse der vorgenannten externen Qualitätssicherung sind die deutschen Krankenhäuser 2011 verpflichtet, Qualitätsberichte nach einem bestimmten Muster für 2010 zur Veröffentlichung an bestimmte Stellen zu senden.
Die Berichte stehen im Internet auf dieser Klinikwebseite und anderen Websites zur Einsichtnahme und dienen der Information von Patienten und Kostenträgern, in einzelnen Fällen evtl. auch von Ärzten.
Insgesamt wird dieses System laufend weiter verbessert. Der nächste Qualitätsbericht wird Ende August 2011 hier publiziert.
3. Internes QM
Frau Manja Wittig, Krankenschwester, ist zentrale Anlaufstelle im QM-Bereich und koordiniert und dokumentiert die Aktivitäten. Die Patientenbefragung ist vielfältig gegliedert und wird ständig ausgewertet. Der neu entwickelte Fragebogen wird nach einem entsprechenden Kalender in bestimmten Wochen auf bestimmten Stationen persönlich an alle Patienten ausgegeben werden. So kommt jede Station im Jahr mindestens 2-mal „dran".
Ergänzt wird der Bogen durch gezielte und ausführliche Befragungen in bestimmten Bereichen wie Küche oder Physiotherapie und durch Patienten-Interviews (ca. 20 bis 30 Minuten), von denen nach einer Zufallsauswahl jede Woche eines geführt werden soll. Die Patienten können außerdem mittels „grüner" oder „roter" Karte ihre Eindrücke und Anregungen einbringen. Jeder namentlicher Einreicher einer Beschwerde oder Anregung bekommt eine persönliche Antwort.
Nach einjähriger Praxisphase einer Ethikrunde wurde im Januar 2011 ein strukturiert arbeitendes Ethikkomitee eingerichtet, in dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen engagieren. In Vorbereitung auf die Tätigkeit in dem Ethikkomitee finden gründliche Schulungen zu ethischen Fragestellungen statt.
Im QM-Team wurde das das zentrale Leitbild für die Kliniken des HKZ in lebhaften Sitzungen weiterentwickelt. Dabei wurde besonderer Wert auf seine praktische Umsetzbarkeit gelegt. Mit Hilfe der QM-Moderatorengruppe und externer Begleitung wurde das neue Klinikleitbild formuliert. Aktuell wird es in den verschiedenen Bereichen der Kliniken implementiert.
In Fragen des Qualitätsmanagements hat sich seit Jahren die gute Zusammenarbeit mit dem Isquo-Institut bewährt, einer Einrichtung, die z. B. zweimal im Jahr gemeinsame Workshops der mitwirkenden Kliniken (u. a. Witzenhausen, Eschwege, Alsfeld, Gelnhausen, Schlüchtern, Bad Hersfeld, Mühlhausen, Bad Langensalza) ausrichtet und die Teilnehmer in vielen Fragen des QM beraten kann. Näheres dazu ist unter www.isquo.de zu erfahren.
4. Die 3 Rehakliniken sind zertifiziert nach den in ISO, KTQ und IQMP
Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des internen Qualitätsmanagements des HKZ war die Zertifizierung der Rehakliniken nach DIN EN ISO im Herbst 2009.
Bei der Zertifizierung steht die Qualität der Leistungserbringung hinsichtlich der vorhandenen Strukturen, die etablierten Prozesse und der Patient Sicherheit im Mittelpunkt. In Schulungen und Workshops wurden die wichtigsten Kernprozesse und Unterstützungsprozesse detailliert aufgearbeitet und dokumentiert.
Anfang September 2009 fand das dreitägige Zertifizierung-Audit durch erfahrene externe Gutachter statt.
Die Rehakliniken zeigten sich dabei gut aufgestellt und wurden entsprechend positiv bewertet.
Neben der ständigen Umsetzung so genannter interner Audits wurde 2010 ein so genanntes Zwischenaudit absolviert. Im Spätsommer 2011 ist dies bereits wieder terminiert.
Die große Re-Auditierung erfolgt 2012.
5. Chest-Pain-Unit
Die Kardiologische Fachklinik hatte mit ihren herausragenden Notfallfunktionen für die Region eine so genannte Chest-Pain-Unit eingerichtet. Dies ist eine Einrichtung, die analog zur so genannten „Stroke Unit" zur Notfallbehandlung von Schlaganfällen für Brustschmerz-Notfälle zur Verfügung steht. Die Einheit, die auf der kardiologischen Intensivstation zentral eingerichtet ist, wurde im Februar 2010 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert.
6. Weitere Qualitäts-Zertifikate
Die kardiologische Rehaklinik ist zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für kardiologische Prävention und Rehabilitation (DGPR). Hier ist noch die zusätzliche Zertifizierung als spezielle Rehabilitationsklinik für herzkranke Diabetiker vorgesehen.
Der gesamte Service-Bereich von der Rezeption bis zum Klinikrestaurant wird sich ebenfalls in diesem Jahr einer Bewertung durch ein bundesweites Verfahren zur Zertifizierung der diesbezüglich erforderlichen Qualitätsstandards stellen.
Stefan Wild
Kaufmännischer Leiter und Qualitätsmanagementbeauftragter
(Stand März 2011)
Qualitätsbericht der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie
gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V
für das Berichtsjahr 2008
Qualitätsbericht der Kardiologischen Fachklinik
gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V
für das Berichtsjahr 2008




